Babymassage

Babys brauchen nicht nur Nahrung und Schutz vor Kälte, sondern auch Ansprache und vor allem anderen viel Körperkontakt.

 

König Friedrich der Zweite wollte wissen, welche Sprache Kinder entwickeln, wenn sie ohne Ansprache und ohne Zuneigung aufwachsen. Alle Kinder seines Experiments starben. Körperkontakt, der über das Mindestmaß bei der Pflege eines Säuglings hinaus geht, ist lebenswichtig.

 

Köperkontakt oder besser noch Hautkontakt löst die Ausschüttung von Oxytocin, welches als Bindungshormon bekannt ist aus und senkt gleichzeitig die Produktion von Stresshormonen.

 

Auch im Hinblick darauf, wie sehr Erfahrungen in der ersten Lebenszeit für immer die Gehirnstrukturen vorprägen, scheint mir möglichst viel Köperkontakt optimal zu sein. Wie jeder weiß, erzeugt Stress Blockaden, bzw. laufen unter Stress Automatismen ab, die man bis dahin gelernt hat. Neues lernt wird eher gelernt, wenn das Selbst entspannt und offen ist, und das gilt auch schon im Säuglingsalter.


Es gibt kein Baby, das Babymassage nicht mag. Jedes Baby braucht Berührungen, um zu überleben. Wenn ein Baby nicht massiert werden mag, hat es in diesem Moment vielleicht andere Bedürfnisse. Vielleicht hat es Hunger oder einen zu vollen Bauch oder es ist ihm zu heiss oder zu kalt oder es ist gerade zu müde, es möchte spielen, es fühlt sich gerade nicht wohl oder gestresst oder es wird krank oder es spürt vielleicht, daß die Bezugsperson gerade unter Stress steht oder der Zeitpunkt passt gerade nicht.


Wenn das Baby im Kurs nicht massiert werden möchte, ist das vollkommen in Ordnung. Ich habe extra angefertigte Babypuppen aus Stoff im Kursraum. An diesen kann die Massage im Kurs ebenso erlernt werden. Vielleicht passt es abends vor dem ins Bett gehen besser.

 

 




Eltern und andere Bezugspersonen, deren mitgebrachtes Baby gerade andere Bedürfnisse hat, können die Massagegriffe an einer der bereit liegenden handgefertigten Babypuppen in Lebensgrösse erlernen.